Tierisch viel los
Sie wollten immer schon mit Fledermäusen wandern gehen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Der Tag der Artenvielfalt steht vor der Tür. Am 12. Juni wird alles gewürdigt, was die Natur zu bieten hat.
Am Tag der Artenvielfalt gibt es zahlreiche Informationsveranstaltungen.
Wie viele Pflanzen und Tiere es genau in und rund um Wien gibt, ist bis jetzt noch nicht genau erforscht. Hautnah spüren lässt sich der Naturreichtum aber jeden Tag. Leider sind vielen von uns Tiger, Affe und Haie im Zoo vertrauter als Biber, Ziesel oder Pfauenauge. Das sollen die zahlreichen Veranstaltungen am Tag der Artenvielfalt ändern. Geboten werden spannende Infos bei zahlreichen Mitmach-Veranstaltungen.
Nächtliche Führungen mit Fledermaus und Co
Wie wäre es zum Beispiel mit einer Nachtführung durch den Mauerwald, um mit heimischen Fledermäusen auf Tuchfühlung zu gehen? Wo sonst trifft man die kleinen Blutsauger, die ihr eigenes Radar besitzen, schon so hautnah? Gruselig für die einen, schön schaurig für die anderen ist dieses Abenteuer in der nächtlichen Wildnis. Dass man dabei auch auf andere tierische Nachtschwärmer wie heimische Falter trifft, ist dabei nicht auszuschließen. Denn wenn andere bereits längst schlafen, wird so mancher Waldbewohner erst richtig wach. Angesichts der Artenvielfalt darf man also gespannt sein, wer oder was einem da so alles begegnet. Mit dabei: BiologInnen, die Interessantes über die Besonderheiten der Gegend und die Lebensräume der Tiere erzählen.
Krabbeltierchen unter der Lupe
Sich die Nacht um die Ohren zu schlagen, ist nichts für Sie? Vielleicht sind dann die Insekten im Naturhistorischen Museum interessant für Sie. Zugegeben, die kleinen Krabbeltiere stehen auf der Beliebtheitsskala nicht ganz oben. Dennoch haben sie etwas Faszinierendes – vor allem wenn man sie unter die Lupe nimmt. Möglich ist das im Mikrotheater des Naturhistorischen Museums, wo es übrigens auch andere Vertreter der heimischen Tierwelt zu sehen gibt. Wie viele von ihnen auf einem bestimmten Gebiet leben, ist Teil eines spannenden Quiz, das im Rahmen der Veranstaltung stattfindet. Mit etwas Glück und der richtigen Antwort kann man dabei zahlreiche Preise gewinnen.
Wie viele Tierarten finden Sie?
Weniger ums Raten als vielmehr ums Finden geht es bei einer groß angelegten Feldforschungsaktion, bei der ebenfalls jede/-r mitmachen kann – auch ohne ExpertIn zu sein. Alles, was man tun muss: möglichst viele Tierarten innerhalb von 24 Stunden in einem ausgewählten Gebiet finden. Wichtig dabei ist nicht die Jagd nach einem Rekord, sondern das Bewusstsein für die Vielfalt. Die gesammelten Daten werden für Forschung und Naturschutz weiterverwendet. So ganz nebenbei wird man dadurch auch selbst ein bisschen zur/zum WissenschafterIn.
Das richtige Fleckchen Erde
Ein wahres Paradies für Silber-Rohrkolben, Steinröserl, Blauauge und alle BesucherInnen ist Wien-Mauer. Der Grund dafür: Hier gibt es renaturierte Fließgewässer, Teiche, Tümpel und Wiesenbäche, Feuchtwiesen, Trockenrasen, Weingärten, Eichen-Tannen-Wälder und Buchenwälder. Alles zusammen bildet die optimale Grundlage für eine außergewöhnliche Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Landschaften. Wer sich persönlich davon überzeugen möchte: Die beliebte Pappelteichwiese, wo ein Fest der Artenvielfalt stattfindet, ist auch öffentlich gut zu erreichen.
Artenvielfalt feiern
Man muss aber nicht unbedingt in die Ferne schweifen, wenn man seinen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten möchte. Selbst am kleinsten Balkon gibt es die Möglichkeit dazu: Welche Pflanze für welche Tiere eine Lebensgrundlage schafft, erfahren Sie aus erster Hand bei den zahlreichen ExpertInnen, die am Tag der Artenvielfalt für die entsprechenden Fragen zur Verfügung stehen. Obst- und Gemüsepflanzen kann man übrigens direkt beim Fest kaufen. Und was natürlich auf keinem Fest fehlen darf: Es gibt auch ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie.
Das Fest der Artenvielfalt findet am 12. Juni, ab 13 Uhr, auf der Pappelteichwiese im Maurer Wald statt. Zu erreichen mit der Buslinie 60A, Haltestelle Lindauergasse. Von hier aus sind es nur noch ein paar Gehminuten zum Festgelände am Ende der Anton-Krieger-Gasse beim St.-Georgen-Berg.
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